NB_aktuell

 

» Münster Highlights «


Im Rahmen der diesjährigen ›Kunst- und Antiquitätentage‹ in Münster präsentiert der ›Kunsthandel Michael Nolte‹ in der Ausstellung »Highlights« eine kleine, aber sehr exquisite Kollektion besonders hochwertiger Antiquitäten. Am neuen Standort der ›Galerie Michael Nolte‹ verwandeln sich die Galerieräume vom 13. bis 16. Februar in ein erlesenes Kabinett, bestückt mit wertvollen Exponaten aus der Zeit vom 17. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert.

 

 

Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bilden allein 10 hochwertige Gemälde des Landschaftsmalers Jakob Philipp Hackert (1737-1807), die erst kürzlich aus privater Hand wieder aufgetaucht sind. Darunter findet sich ein Gemäldepaar mit »Blick auf das Château Gaillard und der Seine« sowie mit »Blick auf Ruinen an einem Fluss«, das die Hackert-Expertin Dr. Claudia Nordhoff in ihren Gutachten zu Recht als »Meisterwerke aus Hackerts französischer Zeit« bezeichnet.

Der 1737 in Prenzlau (Uckermark) geborene Jakob Philipp Hackert ist einer der bedeutendsten und zu seiner Zeit angesehensten Vertreter des frühen Klassizismus. Zunächst in Berlin und daraufhin in Paris tätig, reiste er 1768 nach Italien, wo er ab 1786 als Hofmaler von König Ferdinand IV. von Neapel arbeitete. Dort erfreute sich Hackert mit seiner künstlerischen Auffassung von der Natur schon bald größter Beliebtheit und so gehörten zu seinem Kundenkreis europäische Königshäuser und der europäische Adel.

 
Ein weiteres »Highlight« der Ausstellung bilden Möbel des bedeutenden deutschen Ebenisten David Röntgen (1743-1807). Der in Neuwied tätige David Röntgen setzte im Bereich des Kunstschreinerns neue Maßstäbe und führte so den 1772 vom Vater übernommenen Betrieb zu Weltruhm. Ähnlich wie Hackert bediente auch David Röntgen vor allem die europäischen Königs- und Fürstenhäuser, was ihm die Titel ›Geheimer Kommerzienrat‹ vom preußischen König und ›Königlicher Kunsttischler für mechanische Möbel‹ vom Ludwig XVI. einbrachte.

Eindrucksvolle Zeugnisse dieses Kunsthandwerks David Röntgens sind zwei in der Ausstellung zu sehende Verwandlungstische. Dabei handelt es sich um einen Schminktisch und einen Spieltisch aus der Zeit des Klassizismus, die um 1765/1775 entstanden sind. In geradezu perfekter Weise verbinden sich in den beiden, mit vielen Geheimfächern konzipierten Möbeln handwerkliches Können mit technischer Raffinesse und höchsten künstlerischen Ansprüchen.


Eine Auswahl erlesener, feuervergoldeter Bronzen ergänzen die Ausstellung. Dabei stellt ein dreiteiliger Tafelaufsatz von Pierre-Philippe Thomire (1751-1843) eine weitere Rarität auf dem Sektor des Kunsthandels und der Goldschmiedekunst dar. Auch Thomire war einer der bedeutendsten seiner Zeit und führte in Paris ein äußerst erfolgreiches Unternehmen. Als Bronzier tätig, war er bekannt für seine wunderbar naturalistisch gearbeiteten Details sowie für ihre minuziöse Ziselierung.


Mit Jakob Philipp Hackert, David Röntgen und Pierre-Philippe Thomire hat die Ausstellung drei Meister zusammengeführt, die jeder für sich auf ihrem Gebiet bereits in ihrer Zeit internationalen Ruhm genossen haben. Dies dokumentiert sich noch heute in der unvergleichbaren Qualität und Meisterschaft ihrer Arbeiten, wodurch alle Exponate ein lebendiges und faszinierendes Bild ihrer Zeit liefern. Selten bietet sich für den Kunstliebhaber eine solch einmalige Gelegenheit, so viele Kunstobjekte aus der Topklasse in einer solch reichhaltigen Fülle in einer Ausstellung zu sehen.

 

Ausstellungsbeginn: Mittwoch, den 13. Februar 2013
Ausstellungsdauer: 13. Februar bis 16. Februar 2013

 


  Diese News einen Freund senden Druckoptimierte Version